Hier ein paar Bücher, die ich empfehlen kann:
Diese Liste ist selbstverständlich völlig willkürlich und persönlich und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte sehen Sie sie lediglich als kleinen Anstoß meinerseits und gleichzeitig als Signal, von wo ich gedanklich komme.
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Die 7 Wege zur Effektivität
(“The 7 Habits of Highly Effektive People” im Original) ist DER Business-Klassiker schlechthin und das meistverkaufte Business-Buch aller Zeiten!
Der Originaltitel passt auch viel besser als die deutsche Übersetzung. Es geht nämlich um Habits, Gewohnheiten. Und darum, dass es Menschen gibt, die viel effektiver (von Effekt = Wirkung!) handeln, als andere. Die eine Vision haben, wissen wo sie hin wollen. Die eine Mission haben, wissen, was sie in diese Welt bringen wollen. Die Ziele haben und diese erreichen. Die eine Spur hinterlassen.
Das muss man nicht mögen. Aber für alle, die solche Themen ansprechen, die etwas vorhaben mit ihrem Leben, die nicht blind meandernd durchs Leben schleichen wollen, ist dies DAS effekivste Buch auf dem Markt.
Wenn wir das Gelesene auch effektiv im Tagesgeschäft umsetzen, zeigt uns Covey den Weg von der Abhängigkeit (Dependence) zur Unabhängigkeit (Independence) und schließlich den Weg zur Interdependenz, der Realisierung, wie alles zusammenhängt. Dazu ist das Buch in zwei Bereiche untergliedert: Auf der einen Seite der “private victory”, der Sieg über sich selbst (1 be proactive, 2 begin with the end in mind, 3 put first things first) und auf der anderen Seite der “public voctory”, der Sieg “da draussen” in der Öffentlichkeit (4 think win/win, 5 seek first to understand…then to be understood, 6 synergize).
Ich gebe diesem Buch alle Sterne, die es auf dieser Welt zu vergeben gibt. Dieses Buch zu lesen, zu verstehen und anzuwenden wird Sie in Ihrem (Er-)Leben weiter bringen!
Die Fünfte Disziplin
(“The Fifth Discilpine” im Original) ist DAS Standardwerk des brillianten Denkers Peter Senge. Er beschreibt darin in einer für diese Komplexität unglaublich lebendigen, einfach zu verstehenden Art die Themen Systemdenken und organisationales Lernen.
Es ist sehr strukturiert und beschreibt, I) wie wir unsere Realität erschaffen und die Wahrnehmung dieser verändern können, II) die “Gesetze” der “lernden Organisation“, III) die “Kerndisziplinen” (Personal Mastery, Mental Models, Shared Vision und Team Learning), stellt IV) verschiedene Prototypen vor und V) diskutiert das Thema Führung in solcherlei Organisationen.
Die Mäuse-Stategie für Manager
(“Who Moved My Cheese” im Original) ist eine wunderschöne Parabel ünber das Leben und die unweigerlich vorkommenden Veränderungen darin. Der Autor Kenneth Blanchard beschreibt darin, wie manche von uns in verschiedenen Lebenssituation wie a) wie zwei Mäuse handeln, die z.B. Veränderungen früh erkennen und dann rasch und entschlossen handeln oder aber b) wie zwei Menschen, die die Veränderung nicht wahr haben wollen und angstvoll ablehnen, weil sie eine Verschlechteurng fürchten oder aber lernen, sich an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen lernen, weil sie erkennen, dass diese möglicherweise zu etwas Besserem führen können.
Und manche von unserer Spezies allzu schnell urteilen, was Gut und was Nicht-so-gut, Böse oder Schelcht ist.
MiniMax-Interventionen
ist ein wunderbares, kleines Büchlein (keine 100 Seiten), in dem 15 ebnso wunderbare Interventionen beschrieben werden, die uns allen manchmal gut täten. Ob in der Rolle der Führungskraft (da vor allem!), ob als Coach oder Trainer, ob als Mutter oder Vater: Wir alle könnten die eine oder andere Technik in unserem Leben einsetzen, um (im Sinne Covey’s – siehe oben) noch effektiver unsere Aufgabe zu lösen. Dabei können diese Mini-Interventionen – korrekt eingesetzt – wahrlich Maxi-Wirkung entfalten!
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Überflieger
(“Outliers” im Original) ist der dritte große Bestseller von Erfolgsautor Malcolm Gladwell.
Gladwell ist ein Meister der Mustererkennung und ein hervorragender Autor, der es immer wieder schafft, schwierige oder komplizierte Sachverhalte einfach darzustellen.
Allein die These, wonach wir ungefähr 10.000 Stunden Übung brauchen, wenn wir “Meisterschaft” in irgend etwas erlangen wollen, ist das Buch wert.
Eine weitere These beleuchtet den Umstand, wie viel des Erfolgs im Grunde reines Glück, Pech, Schicksal, wie auch immer ist.
Gladwell untermauert seine Thesen mit zahlreichen realen Beispielen (z.B. Bill Gates, Lang-Lang). Ein sehr kurzweiliges, spannend geschriebenes und lehrreiches Buch.
Der längere Atem
(“Mastery” im Original) ist ein wunderbares, kleines Büchlein zum Thema Meisterschaft von einem der größten noch lebenden Aikido-Meister, George Leonard.
Es beginnt gleich in Kapitel 1 mit “Meisterschaft entzieht sich einer genauen Definition, und doch kann sie leicht erkannt werden. Sie hat viele Ausdrucksformen und folgt doch bestimmten unveränderlichen Gesetzen. Sie bringt zwar vielfältige Belohnungen mit sich, ist aber eigentlich weder Ziel noch Zweck, sondenr eher ein Prozess.”
Zwei Dinge haben mich persönlich sehr angesprochen:
1. Die spannende Typisierung als Dilletant, Fanatiker oder Phlegmatiker.
2. Die Struktur, mit der Leonard und durch seine fünf “Prinzipien der Meisterschaft” führt: Unterweisung, Übung, Hingabe, Intention und “des Messers Schneide”. Schon hieran ist klar zu erkennen, dass das ganze Buch stark von fernöstlicher Philosophie geprägt ist.
When Cultures Collide
ist DAS Standardwerk zum Thema interkulturelles Management und Sir Richard Lewis ist DER anerkannte Experte zum Thema. Er hat tatsächlich “real-life” Geschäfts-Erfahrung in den meisten hier beleuchteten Ländern.
Jeder Führungskraft, die in interkulturellem Umfeld arbeiten darf, kann ich dieses 600-Seiten-Werk nur ans Herz legen. Es ist schlicht und einfach “Standard Equipment”.
Es ist aufgeteilt in drei Bereiche:
1. “Getting to Grips with Cultural Diversity”, wo auf Themen wie Konditionierung, (Nutzung von) Zeit, spezifische Verhaltensweisen und die unterschiedliche Kommunikation eingegangenwird.
2. “Managing and Leading in Different Cultures”, wo Themen wie Status, Gesichtsverlust, Team Building und Motivation beleuchtet werden.
3. In “Getting to Know Each Other” geht Lewis dann auf die einzelnen Regionen und Länder und ihre spezifischen Unterschiede ein.
Flow
ist DAS Standardwerk zur Glücksforschung vom unaussprechlichen Autor MihalyCsikszentmihalyi.
Es bietet einen recht guten Überblick darüber, wie unser Bewusstsein aufgebaut ist, wir wir Glück er-leben und wie Freude und Glück unsere Lebensqualität beeinflussen.
Verschiedene Lebensbereiche (Arbeit, Sport, Alleinsein) werden im Kontext beleuchtet. Csikszentmihalyi kommt von einem stark konstruktivistischen Ansatz und erklärt eindrücklich, wir wir unserem Leben Be-deutung geben (es deuten) und damit auch starken Einfluss auf unser Zufriedenheits- und Glücksempfinden haben.
Heilsame Konflikte
(“Crucial Confrontations” im Original) packt das heisse Thema Konflikt aus einem interessanten Blickwinkel an. Das Autorenteam bemüht sich, den Themenkomplex anschaulich, praxisnah und strukturiert darzustellen. Es ist einfach und spannend zu lesen.
Es beleuchtet die Hintergründe von Konflikten (“Was sind meine Geschichten?”, “Allgemeiner Attributionsfehler”) und lenkt den Blick darauf, die “richtigen” Probleme zu konfrontieren.
Überhaupt hat mich das Buch dazu inspiriert, entspannter und gleichzeitig aktiver mit Konflikten umzugehen, sie nicht als notwendiges Übel zu begreifen, um möglichst sofort wieder in “Konfliktvermeidungsmodus” zu verfallen, sondern als hilfreiche Situation, unterschiedliche Blickwinkel auf eine Sache aufzudecken und proaktiv anzugehen. Wie das sinnvoll geschehen kann, beschreiben die Autoren im weiteren Verlauf des Buches ausführlich.
Die Psychologie des Überzeugens
(“Influence” im Original) von Robert B. Cialdini ist ein Klassiker der Überzeugungs-Literatur. Cialdini schreibt locker und flüssig. Allerdings ist das Buch eher etwas überladen mit Beispielen (klassisches Problem vieler amerikanischer Autoren). Man stolpert von einem ins Nächste. Allerdings sind die Thesen Cialdini’s sehr klar nachvollziehbar.
Er beschreibt im Grunde meist die Sicht des “Opfers”, der Person also, die gerade manipuliert wird. Und es ist erschreckend, zu erkennen, wie man als intelligenter Mensch scheinbar ständig manipuliert wird und wie oft man selbst schon mit den klasssichen Techniken beeinflusst wurde. Wie so oft: Wenn man die Waffen der anderen Seite kennt, sind sie nur noch halb so wirkungsvoll.
Und selbstverständlich können wir die Techniken auch – aufbauend auf einem guten Wertegerüst – zur Beeinflussung anderer einsetzen.
Neurolinguistisches Programmieren
ist ein sehr gutes Einführungswerk in den sozialpsychologischen Werkzeugkasten, der sich Neurolinguistisches Programmieren, oder kurz NLP, nennt. Das Autorenpaar Joseph O’Connor und John Seymor machen hervorragende Arbeit, das doch recht komplexe Themenfeld leicht verständlich und relativ umfassend (für 370 Seiten) darzustellen.
Von der Historie (die Anfänge in den 70er-Jahren in Kalifornien) über klasssiche Techniken wie Pacing und Leading bis zu den Grundannahmen wird alles sehr verständlich erklärt. Ich halte es für DAS Standardwerk, um einen umfassenden Überblick zum Thema NLP zu erhalten. Sinnvollerweise sollte man schon eine Ahnung davon haben, wo die Reise grob hingeht. Und selbstverständlich ersetzt es in keiner Weise eine ordentliche NLP-Ausbildung.
