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Immer wieder werde ich in Seminaren gefragt, wie man mit Gesprächspartnern umgehen soll, die stark emotionalisiert herumtoben, einen gar anschreien, beschimpfen, beleidigen.
Erstens habe ich dazu einen wirklich brauchbaren Tipp und zweitens ist das im Eifer des Gefechts nicht immer ganz leicht umzusetzen (wie der Eine oder die Andere schon in ihrem Leben herausgefunden haben).
- Punkt: Ruhe bewahren – und einen mentalen STOPP-Anker setzen. Sich von der Situation dissoziieren (wie man in der Fachsprache sagt). Erst wenn das geschehen ist, habe ich überhaupt eine Chance, “emotionslos” eine Neubewertung dieser Situation vorzunehmen.
- Punkt: Neubewertung (Experten nennen das auch Reframing – in einen neuen Rahmen setzen). Erstens: Ihr Gegenüber ist offenbar “gefühlsmäßig geladen” – da müssen Sie nicht auch gleich einsteigen (das macht die Sache nämlich in aller Regel nicht besser). Zweitens: Es hat meist nichts mit Ihnen zu tun.
Wenn Sie es also schaffen, sich innen laut STOPP zuzurufen, inne zu halten, auf eine Meta-Ebene zu gehen und von dort emotionslos die Situation zu betrachten, sind Sie einen Riesenschritt weiter. Wenn Ihnen darüber hinaus gelingt, die Sache nicht persönlich zu nehmen und Mitgefühl für den Anderen und seine Gefühle aufkommen zu lassen, sind Sie professionell gesehen in der Champions League angekommen. Herzlichen Glückwunsch!
