Ein schönes Beispiel für einen Menschen mit außerordentlicher mentaler Stärke ist Steph Davis, eine amerikanische Extremkletterer (als Beispiel für alle Extremkletterer). In diesem kleinen Video spricht sie ein paar bemerkenswerte Worte. Sie ist bekannt dafür, viele schwere Routen “free solo” (absolut ohne “Netz und doppelten Boden” – ohne jegliche Sicherung) zu gehen. Check out her smile @ 1:18 min. – das pure Glück!

Steph Davis: So In Control from Prana Living on Vimeo.

Fragen, die wir uns stellen können:

  • Kenne ich meine Ängste? Bin ich mir ihrer bewusst?
  • Wie gehe ich mit meinen Ängsten um?
  • Gehe ich bewusst Risiken ein? Was macht das mit mir? Wachse ich dadurch?
  • Bin ich mir meiner inneren Dialoge bewusst? Wie laufen diese ab? Sind sie zielführend?
  • Lähmen mich meine Ängste?
  • Share/Bookmark

In meinem Job wie auch im Sport wundere ich manchmal über Menschen, die sich maßlos selbst überschätzen – und das offenbar gar nicht selbst realisieren. Hört sich das bekannt an?
Ich glaube, wir alle kennen solche Situationen. Besonders interessant sind Gespräche, Diskussionen oder Debatten mit solchen Zeitgenossen.
Und da ganz offensichtlich nicht nur ich dieses Thema spannend finde, haben sich zwei Psychologen diesem Thema Ende des letzten Jahrhunderts angenommen: David Dunning und Justin Kruger. Der Effekt, dass sich inkompetente Menschen selbst ÜBERschätzen und ihre Mitmenschen (zu allem Übel) UNTERschätzen wurde dann auch folgerichtig Dunning-Kruger-Effekt genannt.

Der Kollege TheraminTrees hat auf YouTube ein hübsch gemachtes Video gepostet, das den Effekt auf ganz wunderbare Weise erklärt (Englisch):

  • Share/Bookmark

Es ist im Grunde so einfach. Und wie an seinem Beispiel Apple gezeigt: Es ist alles da! Es gibt keinen Grund, warum nicht alle Wettbewerber das Gleiche tun könnten. Aber sie tun es nicht! Sie entwickeln lieber uninspirierte und uninspirierende Boxen und erzählen uns, wie schnell und wie toll sie sind.
Wie machen Sie es in Ihrer Führungsrolle? Planen Sie noch oder inspirieren Sie schon?

  • Share/Bookmark

Bla, bla…

Da bekomme ich gerade eine Email, die verschiedene Themen kurz anreisst. Ganz oben steht “Komm zum Punkt”. Super, denke ich mir, das ist interessant für Dich. Es folgen vier Punkte (Zitat):

  1. Tell one message.
  2. Reduziere Deine Aussage in der Headline auf einen kurzen “Küchenzuruf” (Kernaussage auf den Punkt gebracht in einer Sprache, die Du zu Hause verwendest).
  3. Emotionale Hauptüberschrift, sachliche Unterüberschrift.
  4. Keine langen Monstersubstantive, sondern die Aussagen in Tätigkeiten (Verben) ausdrücken.

Jetzt kommt’s: Auf der gleichen Seite – etwas weiter unten – werden natürlich die eigenen Produkte angeboten. Wenn man dieses klassische Gesülze in meiner Branche (nennt sich dann Themenbeschreibung oder so ähnlich) mit den obigen vier Punkten vergleicht, kann man sich im Grunde nur wundern. Hat da jemand wirklich zugehört? Etwas verstanden? Umgesetzt? Zitat:

Megatrend Mensch®: So bauen Sie Ihre Führungskompetenz ergebnisorientiert und motivierend aus
XY (Name rausgelassen), Experte für zukunftsorientiertes Business, eine der bekanntesten Trainer der Trainerbranche in Deutschland und – diese Kombination ist selten –  ein Vorzeige-Unternehmer. In diesem XY erwartet Sie nicht weniger als ein Rundumschlag der Basisbausteine des Unternehmertums. Es geht um energiegebende Visionen. Darum, wie Führungskompetenz aussieht und wie Kommunikation funktioniert. Somit gilt für dieses XY: “Geballte Kompetenz meets geballte Inhalte”. Alle Unternehmer unter den XY dürfen sich diese Stunde nicht entgehen lassen!
  • Megatrend Mensch? Auch noch mit ®?? Was soll denn der Bullshit?
  • Führungskompetenz ergebnisorientiert und motivierend ausbauen? Baue ich nun meine Führungskompetenz aus, damit sie in Zukunft ergebnisorientiert ist und ich irgendjemand motiviere?
  • Aha, der Herr Kollege ist “Experte für zukunftsorientiertes Business“. Na dann… Gibt’s auch vergangenheitsorientierte Business-Experten?
  • Ach und er ist “einer der bekanntesten Trainer der Trainerbranche“. Na dann… Hat irgendjemand beim Schreiben dieses Satzes nachgedacht? An dem Rechtschreibfehler möchte ich mich gar nicht aufhängen, aber als Produktpräsentation ist das reichlich schwach.
  • Ein “Rundumschlag der Basisbausteine des Unternehmertums” erwartet uns also auch. Da darf man ja richtig gespannt sein…
Und so weiter und so fort. Was können wir daraus lernen?
Genau wie im oberen Teil richtig bemerkt: Cut the crap! Wie die Amis sagen würden. Nehmen wir unsere Mitmenschen doch ernst und lassen diesen unsäglichen verbalen Bullshit weg. Ich kann mir – insbesondere im “zukunftsorientierten Business” kaum vorstellen, dass sich jemand nach diesem entgleisten Schwachsinn für ein Training, Seminar, Coaching, Vortrag oder sonstwas dieses Anbieters interessiert. So etwas verletzt zutiefst meinen Intellekt. Vielleicht geht es anderen ja auch so?
  • Share/Bookmark


In diesem wundervollen TED-Vortrag zeigt uns Itay Talgam an ein paar Beispielen, auf welche Art verschiedene große Dirigenten führen. Auffallend ist zuerts einmal, dass es so viele unterschiedliche Arten gibt. Wie “im Rest des Lebens” existieren quasi “unendlich” viele Arten zu führen. Keine ist richtig – keine ist falsch. Aber einige sind möglicherweise zielführender als andere. Viele davon frustrieren die Musiker (Mitarbeiter, Untergebene, Team-Mitglieder, Kinder, Studenten…). Andere erkennen das Potenzial jedes einzelnen Spielers und lassen es entfalten…wo es angebracht ist! Und schreiten da, ein, wo die Leistung nicht mehr den Erwartungen entspricht.

Was wir hier nicht sehen ist, dass dieses Ensemble unzählige Male zusammen geprobt hat. Und der Dirigent (Führer) sehr wahrscheinlich SEHR klar kommuniziert hat, was er für richtig hält und wie die Kommunikation (ebenfalls sehr unterschiedlich!) während des Konzerts abläuft.

Die Essenz ist aus meiner Sicht stets:

  1. Gebe den “grünen Bereich” klar vor. Möglichst unmissverständlich. Von…bis!
  2. Lass’ Deinen Mitspielern innerhalb dieser Bandbreiten allen Spielraum, diesen Raum mit ihrem eigenen Potenzial  auszufüllen.
  3. Kommuniziere klar, was bei Rahmenüberschreitung passiert » Konsequenzen!
  4. Schreite entschieden bei Grenzüberschreitungen ein!

Zu solch einer Art der Führung braucht es natürlich einen sehr reifen, bewussten Führer, der sein Ego hinten anstellen kann, nicht ständig im Mittelpunkt stehen muss und erkennt, dass die Gesamt-Performance entscheidend ist und er nur EIN Teil dieser ist. Ohne Orchester ist der Dirigent nichts.

  • Share/Bookmark

Es gibt mal wieder ein neues Buch von Altmeister Stephen Covey, das in Kürze auch in deutsch erscheinen wird. Es heißt “Predictable Results in Unpredictable Times” (affiliate link). OK, stören wir uns mal nicht am Titel. Der Inhalt ist entscheidend. Ansonsten haben ich ein Problem mit “vorhersagbaren Ergebnissen” . . .

Aber auch der Inhalt des Buches bietet – surprise, surprise – keine wirklich umwerfend neuen Erkenntnisse, wie Führung denn zu verändern wäre in besonders “schwierigen”, “unvorhersagbaren” oder sonstwie herausfordernden Zeiten.

Statt dessen fokussiert es auf die “Execution”, die Durchführung, das Handeln. Und in der Tat ist es in Boom-Zeiten schon etwas leichter, mal eben ein einwöchiges “Executive Retreat” einzuschieben und sich über aktuelle strategische Themen auszutauschen. In ökonomisch schwierigeren Zeiten sollte man gefälligst ins Handeln kommen und machen, machen, machen…

Was sind also die Hauptpunkte, die Covey und sein Co-Autor Bob Whitman empfehlen?

  1. Eine aus meiner Sicht immer wieder schöne Analogie vorab: Business ist wie auf eine große Reise zu gehen oder einen hohen Berg zu besteigen. Es ist daher sinnvoll, leicht zu packen. Wie im Rest des Lebens auch: Vergessen sie alle Eventualitäten und Absicherungen für den “worst case”! Sie schleppen diesen ganzen Balast mit. Das hindert sie am schnellen Vorankommen. Oder um eine andere Analogie zu verwenden: Was hat eine “schnelle Eingreiftruppe” dabei? Panzer, schweres Gerät, Kanonen? Nein, nur das Notwendigste, um schnell und agil zu bleiben.
  2. Dazu gehört auch, lieber einmal mehr NEIN zu sagen und sich stark auf die kritischen Erfolgsfaktoren zu fokussieren. Was wertschätzen meine Kunden am meisten? Das sollten sie wissen uns sich darauf konzentrieren!
  3. In diesem Zusammenhang macht es aus meiner Sicht auch Sinn, sich noch einmal mit “Porter’s Five Forces” auseinander zu setzen und sich entsprechend zu positionieren!
  4. Von 15.000 befragten Mitarbeitern konnten gerade einmal 15% beantworten, was die momentanen Top-Prioritäten ihres Unternehmens sind. Nur 6% können das auf einer individuellen Ebene (und ich denke, dass selbst diese Daten noch geschönt sind). Wenn ich aber nicht weiß, wo ich hin will . . . ich glaube, ich brauche diesen Satz an dieser Stelle nicht vollenden . . .
  5. Ein System zur Ausführung der Strategie kann helfen: Fokus auf die drei Top-Prioritäten, sicherstellen, das meine Mitarbeiter wissen, was genau es ist, was ich als Ergebnis diese Woche von ihnen sehen will, Ergebnisse nachhalten und entsprechend Konfrontieren.
  • Share/Bookmark

Ich habe ja schon so einige kleine Artikel zum Thema PowerPoint (or Apple Persuasion for that matter) geschrieben. Auch der öffentlichen Vortrag kommt nicht zu kurz. Aber was ich heute drüben bei der FAZ lesen darf ist mal wieder feinste Wortkunst bei einem meiner Lieblingsbeobachterinnen des ganz normalen Business-Wahnsinns, DING UND DINGLICHKEIT. Scharfe Beobachtungsgabe, gepaart mit gutem Humor und scharfer Zunge: Eine “winning combination”! ;-)

Und dann gibt’s da noch PowerPointNinja (“Master of the Presentation”). Seit meinem MBA-Studium in Amiland bin ich einer der größten Fans von Dilbert. Dieser Zynismus – einfach herrlich!

  • Share/Bookmark
© D. Bernstein: “Die Kunst der Präsentation”

Vielleicht kennen Sie das: Irgendein Kongress oder Vortrag, bei dem Sie sich schon im Voraus nicht sicher waren, ob er die investierte Zeit und das Geld wert sein wird. Und dann ein schlechter Redner nach dem anderen. Sie spürten, wie Ihr Kopf langsam nach vorn nickt. Irgendwann gingen Sie raus und nahmen sich eine weitere Tasse Kaffee – nur um wach zu bleiben. Der Vortragende las weiterhin  seine PowerPoint-Folien ab, die er sinnigerweise als Gedankenstütze für seinen Vortrag entwickelt hat und nicht, um sein Publikum emotional zu fesseln. Die Schriftgröße ist 16 und ab Reihe drei nicht mehr zu lesen. Da macht es wieder Sinn, dass er vorliest . . .  Sie können es nicht fassen.

Was sind nun (aus meiner Erfahrung) die fünf schlimmsten Todsünden des freien Vortrags?

Read the rest of this entry »

  • Share/Bookmark

Clean Sheet

Ich denke, dass ein Relaunch – ein Neuanfang – immer auch eine wunderbare Möglichkeit darstellt, auf einem “Clean Sheet” – einem frischen Blatt Papier – zu beginnen; die Vergangenheit loszulassen, denn sie ist im wahrsten Sinne des Wortes ver-gangen.

Und so habe ich konsequenterweise die SQL-Datenbank nicht gesichert und nicht portiert auf diese – für den Moment – jungfräuliche Website.

Dies betrifft meine 3 Kernthemen in besonderem Maße: Sowohl in der Präsentation, der freien Rede, jeder Form der zwischenmenschlichen Kommunikation, als auch der (Selbst-) Führung erscheint es mir angemessen, JETZT, in diesem Augenblick voll anwesend zu sein. Nicht in Gedanken an Vergangenes zu schwelgen und sich nicht um die Zukunft zu sorgen.

In diesem Sinne ist es nur konsequent, die Vergangenheit im Daten-Nirvana aufzulösen und JETZT einen Neuanfang zu wagen, der – auch design-technisch – auf einem frischen, weißen Blatt beginnt.

“In der Einfachheit liegt die höchste Vollendung.”

– Zen-Spruch

  • Share/Bookmark

Neues Design

Es war mal wieder an der Zeit, einen Relaunch dieser Website durchzuführen.

Neues, frisches Design. Klare Linien und Formensprache. Leicht zu navigieren.

  • Share/Bookmark